WAS IN GIRONA PASSIERT,
IST SCHON BESONDERS
Anfang 2026 ein Gravel-Team zu gründen bedeutet auch: The Traka zu fahren ist Pflicht. So blicken wir in den Kategorien 360 und 200 auf zwei tolle Renntage zurück, auf viel „good Vibes“ und Entwicklungspotential.
Für Kilian Koller und Jaro Bräunig lief es am besten – Platz 42 für Kilian und Platz 69 für Jaro. Für Kilian war The Traka erst das dritte Gravelrennen überhaupt, für Jaro das fünfte. Bei nahezu perfekten Bedingungen rund um Girona bot The Traka 2026 ein anspruchsvolles Rennen auf einer Strecke, die von frühen Anstiegen und technischen Abfahrten geprägt war. Leichter Regen in den Tagen zuvor hielt den Staub niedrig und sorgte für angenehme Temperaturen.Das 200er Rennen startete mit hohem Tempo – und daran änderte sich nichts. Schon am ersten Anstieg wurde das Feld auseinandergezogen und in kleine Gruppen zerlegt, die sich später kaum noch zusammenfinden konnten. In einem extrem stark besetzten Feld konnten Kilian und Jaro mit Einsatz und wachsender Rennhärte überzeugen.
Die Jungs sind happy, und wir sind stolz, als Pushbikers Fuss zu fassen im Gravel Segment.
TRAKA 200
„Mit Traka habe ich noch ein Stück mehr Selbstvertrauen gewonnen. Ich habe aktiv versucht, am Berg mitzufahren, die flachen Passagen zum Erholen zu nutzen und mich dabei möglichst gut im Feld und in den Gruppen zu positionieren. Wenn man im Rennen auf einmal mit Lukas Baum und Georg Egger fährt, dann denkt man sich: Okay, so schlecht kann es ja gar nicht laufen. Am Anfang habe ich etwas Pech gehabt – in der ersten Abfahrt beide Flaschen verloren und später ist meine Kette heruntergesprungen. Da habe ich ein paar Positionen verschenkt, denn man landet dann doch ein, zwei Gruppen weiter hinten, was ich als Gravel-Neuling noch nicht so schnell rausfahren kann. Aber vom Langlauf habe ich einen guten Motor, Berge liegen mir, und jetzt weiss ich: ich kann auch mal intuitiv etwas ausprobieren! Es ist nicht nur die Platzierung, sondern Entwicklung, die für mich nach Traka im Vordergrund steht.“
Kilian
„Ich hatte im Rennen nie keinen Bock mehr. Es gab Momente, als ich alleine gefahren bin und es mental schwierig war – aber ich hatte bis zuletzt richtig Bock.“
Die Vorbereitung war für uns alles: Training, Strecken-Recon, die richtige Verpflegungsstrategie. Wer nicht genug isst, wird abgehängt. Um gut durchs Rennen zu kommen, kamen bei Traka zusätzlich zu unseren 750 ml Berchtesgadener Milch-Bidons erstmals die Trinkrucksäcke von Deuter zum Einsatz – das bedeutet mehr Flüssigkeit und mehr Carbs für die Athleten. Jaros Zusammenfassung der 202 Kilometer aus Nutrition Sicht: insgesamt 13 Gels, vier große Flaschen und zwei Trinkrucksäcke – das entspricht 7-8,5 Liter und 780 Gramm Carbs.
RÜCKZUG.
1.200 Kilometer von Waakirchen nach Girona. Im Mercedes Vito oder im Flugzeug. Unsere final Destination vor Ort: ein altes Landhaus mit Pool in den Bergen. Frühstück im Wintergarten. Gemeinsam kochen. Die Räder vorbereiten, sich austauschen über das Rennen und die Verpflegungs-Strategie. Die Strecke gemeinsam auf dem Rad entdecken. die ersten 40 km mit 1.110 Höhenmetern beim ersten Recon Ride, die letzten 40 km mit einer Trail-Passage am Tag danach. Als Team vor Ort zu sein, als Gruppe von Freunden die Herausforderungen und Ziele zu besprechen – Auch das gehörte zu unserer Traka-Erfahrung, auch das hat diese Woche so besonders gemacht.
KILIAN
Distanz 202 km / + 2.650 Höhenmeter / P 41 / 6:20:46 Stunden / 31,52 km/h Durchschnitt
JARO
Distanz 202 km / + 2.650 Höhenmeter / P 69 / 6:39:17 Stunden / 30,06 km/h Durchschnitt
MARIAN
Distanz 325 km / + 4.150 Höhenmeter / P 112 / 12:56:18 Stunden / 25,12 km/h Durchschnitt
TRAKA 360
Definitiv ein Gänsehaut Moment: der Start in der Dunkelheit. Die erste Abfahrt der 325 Kilometer dann im Sonnenaufgang.
Mein Gefühl auf den ersten 120km: es läuft super. Nach der ersten Feeding Zone erreichten wir den nördlichsten Punkt, wo man eine schöne Aussicht auf das Meer hat. Danach 60km flach zur nächsten Feeding Zone. Ab km 220 konnte ich mich kaum noch verpflegen vom Magen her, beim Anstieg des letzten langen Berges in der Mittagshitze und auch bei der letzten Verpflegungs-Station ahbe ich kurz ans Aufgeben gedacht. Es ist ein mentaler Kampf – aber nach dem letzten längeren harten Stück und der Laufpassage ging meine Motivation wieder stark nach oben. Ich wollte es ins Ziel zu schaffen – dort angekommen, ist man dann erleichtert und unglaublich froh, nicht mehr konzentriert fahren zu müssen!
Marian
SEE YOU SOON, GIRONA!
Geht es nach Kilian und Jaro, könnten wir direkt in Girona bleiben. Für das nächste Rennen, Ranxo Gravel im Juni, geht es wieder nach Spanien – unser drittes Rennen der Gravel Earth Series in diesem Jahr.