Zwischen den Grenzen. Belgrad – Banja Luka

1. Mai 2021

Zweimal das weisse Trikot der U23 Wertung und einmal das rote Trikot für die Bergwertung – so sieht das sportliche Highlight der vier Etappen der Rundfahrt Belgrad Banja Luka (UCI 2.2.) in aller Kürze aus. Bei dieser Rundfahrt hatte Mikà Heming bereits 2020  das Bergtrikot gewinnen können – und dementsprechend wollte die Mannschaft auch dieses Jahr wieder einen Coup landen.

Insgesamt wurde diese Rundfahrt eine ganz wichtige für das Team – denn für Stärke und Entwicklung geht es nicht immer nur um Siegen, sondern um Lernen und Zusammenwachsen. Mit Erfolg wie auch mit Enttäuschungen. Genau darum ging es letztlich bei Belgrad Banja Luka, denn das Gesamtergebnis am Ende zeigt nicht immer die Leistung der Mannschaft. Und manchmal muss man auch Grenzen überwinden – im Kopf, körperlich, oder wie bei diesem Rennen auch räumlich. Denn diese Rundfahrt durchquert Serbien und Bosnien und zeigt damit auch, dass Radsport verbinden kann.

 

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Maloja Pushbikers Ötztaler by Urs-Golling

“Wir wollten bereits ab der ersten Etappe an eine Statement setzen und das Rennen mit gestalten, nicht nur Passagier sein.“

Somit lag der Fokus gleich in der ersten Etappe darauf, ein Wertungstrikot holen wollten und dadurch den ersten Schritt zu setzen. Nach 164 Kilometern konnte Mikà Heming das Sprinttrikot anziehen. Mit Tim Wollenberg, der eigentlich auf dieses Trikot forciert war, lagen die Pushbikers  auf Platz zwei; Tim lag nach der ersten Etappe ebenso auf Platz zwei in der Bergwertung. Als 10. erreichte Mikà an diesem Tag das Ziel – und nachdem wir etwas überrascht waren, dass dieses Ergebnis ihm auch das weisse Trikot als bester Nachwuchsfahrer einbrachte, war die Freude sehr gross.

Auf der zweiten Etappe galt es dann voll und ganz, Tim Wollenberg in das Sprinttrikot zu fahren. Die Vorarbeit der Mannschaft lief hervorragend, aber beim Antritt fiel Tim die Kette vom Blatt, wodurch er ohne Punkte blieb – was sich entscheidend auswirkte, wie sich in den kommenden Tagen zeigte. Das Sprinttrikot war verloren, aber Mikà behauptete sich auf Rang 1 der U23 Wertung.

“Belgrade-Banja Luka, was certainly one of the best races we have done together as a team although the results do not necessarily show the entire picture. (Corey Davis)”

Auf Etappe drei war dann der gesamte Fokus auf die Gesamtwertung für Corey Davis und auf die U23 Gesamtwertung für Mika Heming gerichtet. Hierzu wollten wir einen Fahrer in der Spitzengruppe platzieren um uns so einen taktischen Vorteil zu verschaffen. Paul Taebling gelang dies perfekt in einer Spitzengruppe, die etwa 12 Kilometer vor dem Ziel gestellt wurde. Im Anschluss konnten sich nun Davis, Heming und Taebling im dezimierten Favoriten Feld platzieren. Zu Infolge des letzten Anstiegs konnte sich leider nur Corey Davis vorne halten, attackierte ca. 3 Kilometer vor dem Ziel,  konnte sich mit einer Gruppe leicht absetzen und wurde erst etwa 500m vor dem Ziel wieder gestellt.

Am Ende dieser Etappe verloren die Pushbikers leider viel: das U23 Trikot und die insgesamt gute Position in der Gesamtwertung. Für Tim Wollenberg waren in Bezug auf das Sprinttrikot jedoch noch alle Karten offen.

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„Fehlendes Glück für ein Spitzenresultat“

Tag 4 der Rundfahrt. Der Pushbikers Fokus: Sprinttrikot für Tim Wollenberg und möglicherweise ein Etappenresultat für Mika Heming.

Nachdem sich nach etwa 40 Kilometern eine Gruppe absetzen konnte, in der die Tim Wollenberg nicht vertreten war, konnte er in der ersten Sprintwertung keine Punkte sammeln. So fiel die Entscheidung, die Spitzengruppe – mit bis zu 4 Minuten Vorsprung – bis Kilometer 123 wieder zurück zu holen. Zusammen mit Dukla Praha fuhren die Pushbikers den Rückstand in 30 Kilometern wieder zusammen. Der Sprint jedoch verlief unglücklich, die alles entscheidende letzte Sprintwertung lag hinter einer Linkskurve : „Laut Roadbook waren es noch 500 Meter – wenn man kein Glück hatte und zufällig gerade vorne lag, konnte man die Wertung nicht holen“, so ein enttäuschter Tim Wollenberg. Ein Platz weiter vorne hätte für ihn zum Sieg des Sprinttrikots gereicht.

In der finalen Sprintvorbereitung platzierte Mikà Heming sich optimal bei der 500 m Linie, als zwei Positionen vor ihm ein Fahrer einen technischen Defekt hatte. So wurde Mikà ausgebremst und erreichte als Elfter das Ziel.

„Das ist bitter, die Mannschaft arbeitet den ganzen Tag, eine ganze Rundfahrt über, und dann entscheiden am Ende leider solche vermeintlichen Kleinigkeiten“. Trotzdem blickt das Team zuversichtlich in die Zukunft. „Wir müssen jetzt einfach nur unsere Richtung weiter verfolgen, dann werden die Ergebnisse kommen, davon bin ich überzeugt!“, so Heming.

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Photos | Belgrad Banja Luka

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