300 x 300. Ist das irre?
Eine irre Idee? Kann man das schaffen?
Unser Pushbiker Leon Echtermann hatte ein Ziel vor Augen in dieser Zeit, die Motivation braucht: 300 Kilometer mit 300 Watt. Jetzt erst recht. In Oberbayern. Und wie wir wissen, ist so vieles möglich, wenn man es mit voller Überzeugung tut.
Das Projekt „300 x 300“ in den Worten von Leon.
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 Die Idee

Nachdem ich in der vorigen Zeit des Öfteren sehr lange Einheiten mit Freunden gefahren bin, lag es sehr nahe, eine Challenge daraus zu machen. Während eines Telefonats mit Christian Grasmann kam dann die Idee, 300 Kilometer mit 300 Watt im Schnitt zu fahren, als ich erzählte, dass ich vor kurzem 300 Kilometer mit 289 Watt NP gefahren war.

Die Vorbereitung

Da ich es gewohnt war, solche Distanzen auch mit etwas Zug auf der Kette zu fahren, gab es für mich keine große Vorbereitung darauf. Ich war mir sicher, dass es funktionieren kann und wüsste auch nicht, wie man sich darauf besser hätte vorbereiten können, als immer wieder die Distanzen mit Zug auf der Kette zu fahren. Das Motto: Einfach mal machen.

Die Strecke

Nachdem der erste Versuch leider missglückte und ich ohne Ortskenntnisse in der Region um Holzkirchen eine Strecke finden musste, wurde mir der Hofoldinger Forst vorgeschlagen. Eine knapp 24 Kilometer lange Runde, die hauptsächlich durch den Wald verläuft und wenige Abzweige hat, was eine flüssige und wenig riskante Fahrt gewährleistete. Zur Verpflegung fuhr das Pushbikers Begleitfahrzeug die erste Stunde sowie die letzten 1,5 Stunden mit; in der Zwischenzeit gab es einen Bus mit Verpflegung auf der Strecke.

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Wie es lief

Mein Plan war es, die ersten 200 Kilometer mit einer etwas höheren Leistung anzugehen, um die letzten 100 Kilometer einen Puffer zu haben, denn es war klar, dass der berühmte „Mann mit dem Hammer“ früher oder später kommen würde und es ab da nur noch Kopfsache und Motivation ist. Der Plan ging so weit gut auf. Bis ca. Kilometer 170 konnte ich die Leistung gut aufrecht halten und hatte bis dato 316 Watt auf dem Tacho stehen. Das größte Tief kam nach 240 Kilometern, als mein Körper am Ende war. Ich musste mich noch einmal kurz hinsetzen und neue Kräfte sammeln, bis Hannes und Urs mit dem Begleitfahrzeug kamen. Mit deren Motivation im Nacken lief es dann wieder, auch wenn ich mich einmal übergeben musste und die letzten eineinhalb Stunden nichts mehr essen oder trinken konnte. Gefühlt habe ich währenddessen nicht mehr viel. Schmerzende Beine hatte ich während der gesamten Fahrt eher weniger. Viel härter war es, den rhythmischen Tritt und die Position auf dem Rad zu halten. Das hat wohl die meisten Schmerzen bereitet.

Am Ende zeigte der Tacho eine Fahrzeit von 7:32:55, 39,79 Km/h und 303 Watt an. Ich war ungemein froh, meine Challenge geschafft zu haben.

Mein persönliches Ziel verfehlte ich leider ganz leicht: Eine Zeit unter 7:30 und über 40 Km/h Durchschnittsgeschwindigkeit. Aber wer weiß – vielleicht beim nächsten Mal?

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Photos I Urs Golling

Danke für die Unterstützung an Hannes, Christian, Mika, Seb.

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