Korea calling

 

An-nyeong-ha-se-yo

Die lange Reise war es Wert.
Wir steigen in Seoul aus dem Flieger und merken: diese Stadt schläft nie, wir Pushbikers in den nächsten Tagen wenig bis kaum.
Gründe, um nicht zu schlafen, gibt es zu viele. Zum ersten Mal in Südkorea hat man das Gefühl, vieles zu erkennen, aber wenig wirklich zu verstehen (ganz abgesehen von den Schriftzeichen, deren Inhalte wir nicht entziffern können). Style, Pop, Beauty bestimmen diese Stadt und ihr Umland mit 15 Millionen Menschen.
Südkorea zeigt sich uns als Hightech Land mit massiver, gelebter Tradition, Organisation und Respekt. Mit Reichtum, Protz, Immobilien Preisen und Einkommen, die es so bei uns nicht gibt.
Unser Augenmerk gilt diesmal jedoch nicht dem Land und seiner Kultur, sondern unserem neuen Rad Partner: Wiawis.

Der Name Wiawis steht für: Winning Action Winning Spirit. Wir haben zu Beginn unserer Kooperation mit Wiawis daraus folgend immer an strenge Siegermentalität und Erfolgs-orientiertes Handeln gedacht. Nun haben wir vor Ort die Möglichkeit, diese Firma und die Personen dahinter kennenzulernen.

Am Morgen werden wir von unserem Hotel abgeholt und fahren nach Dongtan. In Lederhose und Haferlschuhen erreichen wir das Wiawis Headquarter und werden freundlich-neugierig in Empfang genommen. Wir sitzen ehrwürdig in Ledersesseln und stellen uns vor. Kyung-Rae Park, Gründer und Geschäftsführer, nimmt sich die Zeit, uns durch Büro und Produktion zu führen. In jungen Jahren war er selbst aktiver Bogenschütze, Nationalcoach, und sein Leben scheint diesem Sport verschrieben zu sein. Mit Win&Win baute er die weltweit führende Marke für Sportbögen auf. Zahlreiche gewidmete Fotografien, Pokale, Medaillen, Zertifikate und Urkunden verdeutlichen die Firmengeschichte und schmücken die viele Meter Wandfläche. Hier begegnen wir ihr wieder, der Siegermentalität und dem Streben nach Erfolg. Aber schnell wird uns klar, dass wir mit Mr. Park auch einen Pionier vor uns haben, der seine Aufgabe mit unglaublich viel Leidenschaft füllt. Bei den olympischen Spielen von Rio trafen zuletzt 2016 alle Goldmedaillen Gewinner mit seinen Bögen ins Schwarze, erzählt er stolz. Sein Leitsatz: „Es gibt immer einen besseren Weg“. Das bestmögliche Produkt entwickeln, ja, aber auch in das Wohlergehen seiner Mitarbeiter investieren und neue Herausforderungen suchen anstatt sich auf dem Erreichten auszuruhen.

Und gerade da wird es für uns Pushbikers interessant: 2014 gründete Mr. Park Wiawis, um so die Jahrzehnte langen Erfahrungen der Nano-Carbon-Technologie aus dem Sportbogenbau auch in die Produktion von Fahrrädern einfließen zu lassen.

Forschen, Entwickeln, Produzieren

Kyung-Rae Park liebt nicht nur den Bogensport – er liebt auch den Radsport. Und als Weltmarktführer im Bogenbau mit überlegenem Carbon-Know-how weiß er genau: Die von ihm perfektionierte Technologie wird auch in der Radwelt für Aufsehen sorgen.

Wir sehen uns gemeinsam die Arbeitsschritte der Produktion an und können selbst verfolgen, wie von der Rohfaser bis zum verpackten Rahmen jedes einzelne Wiawis Rad komplett im Haus gefertigt wird. Es ist beeindruckend, mit wieviel Leidenschaft, Detailgenauigkeit, Handwerkskunst und Materialwissen jeder Rahmen gefertigt, anschließen geschliffen und lackiert wird. Pro Tag entstehen in Handarbeit sieben bis neun Toprahmen. In Zusammenarbeit mit der Universität Seoul werden Forschung, Design und Entwicklung voran getrieben, Produkt- und Belastungstests vor Ort durchgeführt. Die Ergebnisse können direkt in die Wiawis Produktion aufgenommen werden, somit ergeben sich optimale Synergien und kurze Wege für das bestmögliche Produkt. Nicht zuletzt diese Nähe von Forschung, Konzeption und Umsetzung begeistert uns.

Dank der langjährigen Erfahrung mit Nanokarbon und Graphen aus dem High-Tech-Bogenbau sind Wiawis Rahmen bereits jetzt schwingungsärmer, zug- und stoßfester sowie bruchsicherer als Fahrradrahmen aus herkömmlichen Kohlenstoff.

Zum ersten Mal sehen wir vor Ort auch unseren 2020 Pushbikers Rahmen. Schon für dieses Jahr wurde das Pushbikers Wiawis Straßenrad ganz auf die CI des Teams abgestimmt und customized, was unser Herz höher schlagen lässt – schließlich sind wir der festen Überzeugung, dass auch ein durchgehendes Designkonzept, das auch das Rennrad umfasst, Teamgeist und Selbstbewusstsein schafft.

Ein bayerisches Radsportteam und ein südkoreanischer Radhersteller mit großer Erfahrung und außerordentlichem technologischem Know-How. Das sind die beiden Grundkomponenten dieser neuen Partnerschaft. Leidenschaft und zuverlässige Qualität setzen Maßstäbe in Korea und in Deutschland. Die Pushbikers möchten aktiv bei der Entwicklung und Optimierung der Straßen- und Bahnrahmen mitwirken. Durch die Kooperation mit den Maloja Pushbikers verstärkt Wiawis wiederum seine Präsenz im europäischen Radsport und sammelt Erfahrung in den Bereichen Design und Anwendung. Eine Win-Win-Situation.

 

Wir sagen Danke, Wiawis!

 

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