In Pursuit of altitude: pushbikerstravel

 

Quirin und Vincent haben gerade ihr Abitur hinter sich gebracht. Sie lieben Radfahren, haben viel bei der Renovierung des Pushbikers Showroom und Laden mitgeholfen – und hatten diesen Sommer viel Zeit, die es zu nutzen galt. Eine Reise sollte es werden, ein Abenteuer – aber ohne in ferne Länder zu fliegen oder aufwendig packen zu müssen. Das Ergebnis: „Pushbikers Travel“. Wir möchten Euch dieses Rad-Reise-Projekt gerne vorstellen, denn wir finden, sie machen das richtig gut.

 

 

Die Idee entstand, als Vincent eine Freundin in Duisburg mit dem Rad besuchen wollte. Die Frage, ob ich mitkomme, musste er mir nur ein einziges Mal stellen. Schnell begannen wir zu planen. Unsere Räder brauchten praktische Radtaschen, um die notwendigsten Reisesachen zu transportieren. Ansonsten waren wir, was unsere Ausrüstung anbelangt, schon gut bestückt. Eine spezielle Trainingsvorbereitung gab es nicht, denn auch in unserem normalen „Alltag“ sind wir es gewohnt, Touren mit 200 – 300 Kilometern zu fahren. Neu allerdings: unser Instagram Account „Pushbikerstravel“, auf dem wir unsere Reisen dokumentieren.

Wir wollten das Ganze machen, weil es uns begeistert, Reisen und Radfahren zu verbinden und wir die Liebe zum Minimalismus als willkommene Abwechslung erleben. Keinen Druck oder Stress zu haben, sei es Rennen oder ein Trainingsplan. Einfach „in den Tag hineinzufahren“. Und schauen wie weit man kommt. Man lernt auf diese Weise so viele Dinge kennen – Menschen, Essen, neue Wege, Landschaften und auch kulturelle Unterschiede. Das ist unser Antrieb.

Mit Duisburg hat unser Projekt angefangen. Danach hatten wir die Idee, nach London zu fahren, denn dort wohnt Vincents Bruder, der sich über den Besuch sehr freuen würde. Unsere Tour mit den meisten Höhenmetern war die Alpenrundfahrt nach Sterzing, über das Stilfser und Timmelsjoch, den Kühtai und schließlich den Telfser Berg und den Walchen- und Kochselsee wieder nach Hause.

 

 

Unsere Alpenrundfahrt

 

Insgesamt 750km – 11.300 Höhenmeter – 33 Stunden 42 Minuten.

 

Auf der Suche nach Höhenmetern und mit dem Ziel, so viele der großen Riesen zu erklimmen wie möglich, machten wir uns eines Montags um 7.00 Uhr morgens auf den Weg in Richtung unseres ersten Etappenziels… Sterzing. Auf zuerst altbekannten Straßen und in vertrautem Umfeld durch Tölz, am Sylvensteinsspeicher vorbei und dann Richtung Achensee, verstrichen die ersten Kilometer wie im Flug. Schon bald aber bekamen wir größtenteils nur noch österreichische Kennzeichen vor Augen. Ein kurzer Stopp in Innsbruck mit einer Pizza in der L’Osteria füllte unsere Reserven auf – und sodann ging es weiter. Bergauf! Genau das, nach dem wir gesucht haben. Ein drohendes Gewitter am Himmel in der Nähe von Matrei am Brenner sorgte kurzzeitig für etwas extra Schub, und bald ging es nur noch bergab. Dann im Regen auf der Jagd nach dem letzten geöffneten Supermarkt noch eine kurze und auch sehr angenehme Abkühlung. Sterzing war erreicht.

Im Anschluss fuhren wir von Sterzing weiter über das Penser Joch nach Bozen. Der erste größere Pass war somit bezwungen. Unten im Tal ging es auf dem wunderschönen Radweg entlang der Etsch in Richtung Stiflser Joch –  unser großes Highlight der Reise. Für diesen Berg haben wir uns einen ganzen Tag Zeit genommen und auch zwei Nächte an seinem Fuße verbracht. Anstrengend, heiß, lang. Das trifft es wohl am besten. Nach drei Stunden Auffahrt und 48 Kehren durften wir in der Höhe von 2760m den traumhaften Ausblick genießen.

Den Heimweg konnten wir natürlich nicht antreten, ohne vorher noch weitere Höhenmeter zu sammeln: An Tag vier änderten wir unsere Route spontan,  um einen weiteren Klassiker der Alpen in Angriff zu nehmen. Das Timmelsjoch. Kurz vor der Passhöhe wurde uns noch Regen beschert, der allerdings für einen unvergesslichen Moment sorgte: ein wunderschöner Regenbogen! Vorbei an fünf bis sieben Meter hohen Schneewänden ging es dann bergab Richtung Imst, Österreich. Wieder wollten wir uns einen ganzen Tag Zeit nehmen, um eine schöne Kühtai Runde zu fahren. Sozusagen ein kleiner Pausentag. Mit müden Oberschenkeln fuhren wir den Kühtai hinauf, im gewohnten Regen wieder bergab.

Am sechsten Tag war das Abendessen war noch nicht ganz aufgegessen, als wir auf die glorreiche Idee kamen, noch gleich in der Nacht von Freitag auf Samstag loszufahren, um so dem vorausgesagten schlechten Wetter und großem Reiseverkehr zu entkommen. Abfahrt war ein Uhr nachts. Den Telfser Berg hinauf und dann über Mittenwald, den Walchen- und Kochelsee zurück in die Heimat. In der finsteren Nacht, bei leichtem Nieselregen, nur sehr vereinzelten Lichtern der Autos … auch das eine unbeschreibliche Atmosphäre.

Euer

Quirin

 

 

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Ihr könnt den beiden auf Instagram folgen unter pushbikerstravel

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