Up and calling: die 71. Österreich Rundfahrt. Vorbereitung, Erfahrungen und Ziele

 

„Für uns ist die Ö-Tour die größte und schwerste Rundfahrt im Rennkalender. Als Team mit österreichischer Lizenz ist sie das absolute Highlight des Jahres.“, so Yannik Achterberg über die 71. Österreich Rundfahrt, die am 6. Juli in Wels startet. Einige Fahrer aus dem Pushbikers Squad haben Erfahrung bei dieser großen Rundfahrt, konnten bereits Etappen Podiumsplatzierungen erzielen, wie z.B. Kapitän Daniel Auer und Lukas Schlemmer. An diese möchten die Maloja Pushbikers 2019 anknüpfen. Die Vorbereitungen passen, die Stimmung passt. Go Pushbikers!

 

Vorbereitung

Für die Pushbikers laufen die Vorbereitungen bereits seit dem Frühjahr. Die Fahrer sammelten haufenweise Kilometer, hinzu kamen Feinschliff und Rennhärte durch internationale Rundfahrten. Im Hinblick auf die Ö-Tour wurde ein umfangreiches Rennprogramm absolviert. Mit der Tour of Bihor, der Oberösterreich Rundfahrt und der französischen Tour de Savoie Mont Blanc bestritten die Pushbikers im Vorfeld schwere Rundfahrten mit vielen Höhenmetern. „Eine bessere Vorbereitung auf die Ö-Tour gibt es wohl kaum, denn obwohl die Etappen heuer vermeintlich leichter ausfallen, laden gerade die kurzen Etappen zum Attakieren ab Kilometer 0 ein und werden so sicher extrem hart ausgefahren“, schätzt Lukas Schlemmer.

Zusammen mit Teamkollegen Stefan Kolb ist er das Finale der 3.Etappe abgefahren, da dieser spezielle Streckenabschnitt in seinem Trainingsgebiet liegt, quasi „Home Zone“. “ Mit 176km und 3752 Höhenmetern glaub ich die schwerste Etappe der diesjährigen Ö-Tour. Wir sind von Kindberg aus über den Eibeggsattel, die Teichalm in Richtung Frohnleiten gefahren. Den Eibeggsattel kannte ich vorher nicht, die Teichalm hingegen ist fixer Programmpunkt jedes längeren Bergtrainings für mich. Auf der Etappe möchte ich versuchen, in die Spitzengruppe zu gehn, was jedoch nicht leicht werden wird, da dort gleich einige Hügel auf uns warten. Da diese Etappe die einzige in der Steiermark ist, sind sicher viele bekannte Gesichter an der Strecke und feuern uns an.“, so Schlemmer.

Und was lag näher, als auf dem Rad und in der Mercedes G-Klasse – schließlich ist dieses Auto der unveränderte Klassiker aus Grazer Produktion seit 1979 – Teile der Etappen bereits vorher anzusehen? Die Maloja Pushbikers Crew hat sich zusammen mit Fotograf Urs Golling und einer silbernen G-Klasse powered by Mercedes Benz/ AVG Rosenheim auf den Weg gemacht. Unsere Stops waren die Großglockner Hochalpenstrasse, Kitzbühel und das Kitzbühler Horn, schließlich noch Fuschl. Ein wenig Schnuppern vor Ort, bevor diese Straßen und Pässe von über 100 Profis befahren und in den kommenden Tagen zu einem Mekka des Radsports werden. Die Bilder seht ihr in diesem Beitrag.

Etappen

 

Prolog: Wels – 6. Juli 2019

1.Etappe: Grieskirchen -Freistadt – 7. Juli 2019

2.Etappe: Zwettl – Wiener Neustadt – 8. Jul 2019

3.Etappe: Kirchschlag –  Frohnleiten – 9. Juli 2019

4. Etappe: Radstadt – Fuscher Törl – 10. Juli 2019

5.Etappe: Bruck – Kitzbühel – 11. Juli 2019

6.Etappe: Kitbühel – Kitzbüheler Horn – 12. Juli 2019

 

Die Österreichrundfahrt beginnt am 6. Juli mit dem Prolog in Wels. Für das 2,5 Kilometer Zeitfahren hat sich besonders Felix Ritzinger vorbereitet und erhofft sich durch das flache Profil gute Chancen.

Die erste „richtige“ Etappe startet dann am 7. Juli in Grieskirchen und lädt mit einigen kürzeren Anstiegen bis nach Freistadt ab Kilometer 0 zum Attackieren ein – so auch die zweite Etappe von Zwettel nach Wiener Neustadt. Nach den beiden Sprintetappen folgen viele Höhenmeter in den beiden weiteren Etappen. Die dritte Etappe hat es richtig in sich: Durch die „Bucklige Welt“ sammeln die Fahrer fast 4000 Höhenmeter. Es geht also nur bergauf und ab. Wenn die richtig schnellen Jungs da bergauf ernst machen, wird das eine wirkliche schwere Etappe.

„Die vierte Etappe ist mit 103 Kilometer kurz, aber der Dientner Sattel lädt in der ersten Rennstunde zum attackieren ein. So wird sicher der ein oder andere Gesamtklassment-Fahrer etwas probieren, um seine Konkurrenten zu überraschen. Das könnte die Etappe richtig schnell machen. Zumindest beweisen es die World-Tour Fahrer bei der Tour de France immer wieder, dass gerade die kurzen Etappen die spannendsten sind!“, so Lukas Schlemmer, der seine Chancen bei vor allem bei den Sprints um ein Wertungstrikot sieht.

Die Königsetappen sind sicherlich die Auffahrt am Großglockner zum Fuscherltörl und die letzte Etappe zum Kitzbüheler Horn. Lange und schwere Anstiege werden eine besondere Herausforderung für die Pushbikers sein. Auch, dass die Etappen am Ende der Rundfahrt stattfinden, macht das Ganze nicht einfacher. „Mit der Ermüdung aus einer Woche Rennen in den Beinen das Kitzbüheler Horn in Angriff zu nehmen wird sicher eine der härtesten Erfahrungen überhaupt“, so Yannik Achterberg.

Am 12. Juli findet nicht nur die letzte Etappe, sondern auch das  Jedermannrennen „Kitzbüheler Horn Bike Attack“ statt. Im Zuge der Abschlussetappe ist die Auffahrt für alle Zuschauer mit der Kitzbüheler Horn Bahn kostenlos!

Täglich sind alle Etappen von der 71. Österreich Rundfahrt live via Internet im „TOUR TV“ zu sehen. Alpentour TV bringt zudem über den Tag verteilt regelmäßige Hintergrundinfos, damit die Radsportfans nichts verpassen. Auch der ORF bringt tägliche Zusammenfassungen auf ORF1 und ORF SPORT PLUS.

TV-Zeiten ORF 1 und ORF SPORT PLUS (OSP), täglich 25 Minuten:

Samstag, Prolog, 6. Juli 2019: 19.25h ORF1/21.00h OSP
Sonntag, 1. Etappe, 7. Juli 2019: 19.25 h ORF 1/21.30h OSP
Montag, 2. Etappe, 8. Juli 2019: 20:15h OSP/0.35h ORF 1
Dienstag, 3. Etappe, 9. Juli 2019: 20:15h OSP/23.45h ORF 1
Mittwoch, 4. Etappe, 10. Juli 2019: 20:15h OSP/0.20h ORF 1
Donnerstag, 5. Etappe, 11. Juli 2019: 20:15h OSP/23.40h ORF 1
Freitag, 6. Etappe, 12. Juli 2019: 16.40h ORF 1/22.30h OSP

Erwartungen und Ziele

Für einige Athleten ist die Österreichrundfahrt die erste längere Rundfahrt ihrer Karriere – dennoch ein Rennen zu Hause. Viele der Berge sind jedoch auch für unsere österreischischen Fahrer eine neue Herausforderung. Und genau darum geht es: die Herausforderung als Team annehmen, mit den starken Ergebnissen der Tour Savoie de Mont Blanc und der Bronzemedaille von Daniel Auer beim Straßenrennen der European Games in Minsk im Hinterkopf und der Freude, sich bei diesem hochkarätigen Rennen der Öffentlichkeit zeigen zu können. Neue Erfahrungen sammeln, das eigene Limit pushen und Ergebnisse toppen.

„Ich glaube, dass wir unsere Stärken als Team auf den ersten beiden Etappen unter Beweis stellen sollten, bei den zwei Sprintetappen sein. Unser Sprintzug kommt immer besser ins Rollen und wenn Daniel am Ende noch gute Beine hat und wir ihn gut in Position bringen können, ergeben sich Podiumsmöglichkeiten“, schätzt Stefan Kolb.

„Auch wenn die Österreich Rundfahrt sicher nicht leicht wird, freuen wir uns alle darauf, was uns erwartet, was wir als Team erreichen können und welche Erfahrungen wir sammeln werden. Wir werden auf alle Fälle absolut an unser Limit gehen und das Beste draus machen“, fasst Yannik Achterberg zusammen.

„Als Team sind wir heuer sehr stark aufgestellt (die letzten Ergebnisse zeigen das). Ich glaube, dass wir uns mit der einen oder anderen Fluchtgruppe oder einem beherztem Sprint von Daniel sehr gut in Szene setzen können“, so Felix Ritzinger.

Und worauf freuen sich die Jungs besonders? „Ein kaltes Bier am Ende der Rundfahrt“, lacht Ritzinger. Wir drücken unseren Pushbikers die Daumen!

___________________________________

 

Die offizielle Seite der Österreich Rundfahrt findet ihr  hier.

Fotos by Urs Golling

 

___________________________________

 

 

 

 

Kommentare
Share
Pushbikers Office

HOME
NEUES
ÜBER UNS
BAHN
STRASSE
SHOP
PRESSE
PARTNER