Ein Pflasterstein für Daniel Auer beim Altstadt-Roubaix

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„Rund um Dom und Rathaus“ – in Aachen bereits ein Klassiker, nicht nur weil es 2018 bereits zum 43. Mal ausgetragen, sondern weil das Rennen echtes Klassikerfeeling vermittelt. Wenn Hamburg als Elbflorenz bezeichnet wird, kann man beim Aachener Kriterium durchaus vom Altstadt-Roubaix sprechen!

VON ROBIN SYBERTZ

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900 Meter ist die Runde lang, welche größtenteils auf Kopfsteinpflaster verläuft und ganze 80 mal gefahren werden muss – nach Adam Riese macht das 72km mit mehr als 60 km davon auf dem Altstadt-Pavé! Das ist mehr als bei Paris-Roubaix!
Nun gut- das Pavé ist sicherlich sanfter als im Norden Frankreichs und die Aachener Kulisse mit historischem Rathaus und Unesco-Weltkulturerbe Dom auch angenehmer als nordfranzösische Einöde im April – aber: Rund um Dom und Rathaus ist und bleibt ein knüppelhartes Rennen!

 

Umso schöner ist es für uns von bike-components, dass die Pushbikers bereits zum dritten Mal am Start standen. Bereits 2017 konnte Bahnspezialist Christian Grasmann den zweiten Platz auf für ihr doch eigentlich ungewohntem Terrain einfahren… Ziel für dieses Jahr war also, das Ergebnis noch zu verbessern und den Sieg zu erringen!

Die Bahnspezialisten weilten zu der Zeit in Glasgow, weshalb die WSA Pushbikers mit Teamchef Christoph Resl die weite Reise zu uns nach Aachen aufnahmen. Das Team um Daniel Auer, Markus Kopfauf, Felix Ritzinger und Jodok Salzmann war in Topform – haben sie teilweise doch gerade erst die Österreich-Rundfahrt in den Beinen, die Power war also da!

Und das wurde gleich von Beginn an klar! Die WSA-Jungs haben das Renngeschehen vom Start weg mitgestaltet und waren stets präsent, seien es Ausreißversuche oder die Jagd nach den Prämien, ein Fahrer der WSA Pushbikers war immer mit von der Partie! So war das Feld gegen Rennmitte dann auch wieder zusammen und durch ein hohes Tempo konnten sich einzelne attackierende Fahrer immer nur kurz absetzen – für uns Zuschauer super spannend.

 

 

Erst im letzten Renndrittel kam es dann zur Rennentscheidenden Szene als Alexander Nordhoff vom Team Kern-Haus attackierte – an seinem Hinterrad? Daniel Auer! Dieser flog mit so hoher Geschwindigkeit dann im Konter vorbei, dass Nordhoff nicht mehr folgen konnte und er sich schnell einen komfortablen Vorsprung herausarbeiten konnte.

Mit noch 15 zu fahrenden Runden wuchs der Vorsprung immer mehr an – erst 10,20,30 und schließlich fast 50 Sekunden ließen die letzten Runden dann zur Triumphfahrt werden. „8 Runden vor Schluss wusste ich, dass ich’s geschafft habe und konnte es schon genießen“ sagte Auer erschöpft nach dem Rennen. Er sollte Recht behalten und nach knapp 2 Stunden bog er jubelnd auf die Zielgerade ein und wurde von den vielen Zuschauern auf dem Aachener Markt unter tosendem Applaus ins Ziel getragen. Und eins ist klar – in Aachen gibt’s keinen Pokal! Hier erhält der Sieger wie beim „echten“ Roubaix einen echten Pflasterstein – „‘nen Öcher Pavai“!

Zugegeben: meine zahlreich vor Ort anfeuernden Kollegen und ich hatten es leicht an dem Tag, schließlich hatten wir zu den vier WSA Pushbikers Fahrern auch noch zwei Kollegen im Starterfeld. Der Sieg ging also nur an bc und den Pushbikers vorbei! An die Dutch Corner in Alpe d´Huez kam die bc-Kurve zwar noch nicht ganz ran – supported haben wir jedoch was das Zeug hält und sind stolz, einen Teil zum Sieg von Daniel Auer bei unserem Heimrennen beigetragen zu haben!

Chapeau, Daniel!

 

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Text by: Robin Sybertz

Photos by: bike components

Siehe auch den Blog Beitrag unserer Freunde bike components

 

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Anne

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