Neuling im WSA Pushbikers Squad

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Schon immer war ich fasziniert von Mehrtagesrennen und Rundfahrten. Natürlich besonders von den Großen durch Italien, Spanien und Frankreich. Mein größter Wunsch, früher wie heute, war es, einmal bei einer Landesrundfahrt im Begleitfahrzeug zu sitzen und die Abläufe hautnah zu erleben. Dieses Jahr zur 70. Österreich-Rundfahrt war es endlich so weit.

Von HANNES GLÖCKL

 

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Über meinen Job bei den Pushbikers hab ich tatsächlich die Chance bekommen, diesen Wunsch in Erfüllung gehen zu lassen. Als Social Media Beauftragter durfte ich das Team der WSA Pushbikers über die gesamte Dauer von acht Etappen begleiten.

Am 6. Juli gings endlich los: Um 12:00 treffe ich mich mit Teamchef Christoph Resl und Markus Wimmer alias ´Speedy´ beim Pushbiker Service Course in Holzkirchen. Zuvor hatten wir dort schon alles vorbereitet, Räder zusammen geräumt, Verpflegung und Autogrammkarten gepackt. In unserem Camper Carlo ging es Richtung Memmingen, wo wir den Kapitän der Tour, Sebastian Baldauf, abholen sollen. Kurz vor unserem Ziel in Feldkirch wartete noch Otto Vergaerde auf uns, den wir die letzten Kilometer bis in das Tour Hotel mitnehmen. In Feldkirch angekommen, waren die anderen Fahrer und Betreuer bereits vor Ort, direkt im Anschluss gehts zur Teampräsentation am Freitagnachmittag.

Wow! Ganz Feldkirch schien sich in der Innenstadt versammelt zu haben, um die Teams der Rundfahrt zu begrüßen. Genauso hatte ich mir das vorgestellt. Neben uns als relativ „kleines“ Continental Team standen dann dort auch Teams mit den Namen Bahrain Merida, Dimension Data, Education First und Astana. Quasi die Teams, die bei den oben genannten, weltbekannten Etappenrennen ganz vorne mitmischen!

 

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Nach der Präsentation fahren wir gesammelt ins nahegelegene Hotel, um die erste Etappe vorzubereiten. Eigentlich geht es immer ums Vorbereiten oder Nachberiten, wie ich jetzt weiss. Ich war überrascht, wie professionell und routiniert alles abläuft: Errol, ein Mitglied des Betreuerteams, putzte die beiden Begleitfahrzeuge mit einer Hingabe und Genauigkeit, wie ich noch nie jemanden ein Auto putzen gesehen habe. Die Race- und Ersatzbikes werden mindestens genauso gründlich auf Vordermann gebracht wie der Fuhrpark. Schaltung, Bremsen und die Sitzposition der Fahrer werden akribisch geprüft und eingestellt. Nachdem alle Räder sauber und voll funktionsfähig in den Crafter geladen wurden, ist auch für die Mechaniker Feierabend. Im Anschluss gibt’s vor unserem Camper Carlo noch ein Feierabendbier – nachdem aber auch schnell die Lichter ausgeknipst werden. Schließlich haben wir alle morgen viel vor…

 

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Der Wecker klingelt um 6:30. Raceday!
Um 7:00 sitzen alle Betreuer und Mechaniker am Esstisch und besprechen die Taktik an den Verpflegungsstationen und wer in welchem Begleitfahrzeug fährt. Um 8:30 treffen wir uns bei den Fahrzeugen, um die Räder final fertig zu machen. Alle Ersatzlaufräder werden auf 7 Bar aufgepumpt. Die Fahrer kommen um 9:15 zu den Fahrzeugen mit ihrer Wechselbekleidung, die sie nach der Zieleinfahrt brauchen. Ihre Taschen wurden davor bereits von Mandi, Speedy, Werner, Errol und mir aus den Zimmern in den Crafter gebracht.

Die Fahrer werden pünktlich an den Start gefahren, wo sie sich mit Riegeln und Gels ausstatten. Die Powerbar Flaschen, an der Zahl 250 Stück, für die gesamte Rundfahrt, wurden bereits am Tag davor von Mandi mit dem Pulver befüllt. Wer das immer schon einmal wissen wollte: Auf der Karte stehen Wasser und isotonische Getränke für die Dauer der Etappe, Eiweißshakes und Eistee für die Zeit danach.

Kurz bevor es zum täglichen Einschreiben geht, werden die Beine noch von Speedy und Markus mit dem Sixtus Frischmacher vorbereitet. Riecht auch sehr gut, denke ich mir. Pünktlich um 11 ertönt der Startschuss und das Peloton begibt sich auf die erste Etappe. Ich mitten drin im Begleitfahrzeug 1 mit Christoph und Grexi (eigentlich Gregor, Spitznamen liegen bei den Pushbikers aber hoch im Kurs!)…

Direkt nach dem Start der erste Platten: Grexi springt sofort mit dem passenden Ersatzrad aus dem Auto und eilt Sebastian zur Hilfe. Das geht aber gut los… Bis auf die Verpflegungen und die hoffentlich nur seltenen Pannen der Fahrer ist der Platz im Begleitfahrzeug ruhig. Aber wehe, aus dem Tour-Radio ertönt das Signal: „WSA im Hauptfeld bitte, WSA im Hauptfeld.“ Denn dann gibt Christoph Vollgas. Die Fahrt vorbei an den anderen Teamfahrzeugen kann sich als sehr spannend entpuppen. Die vielen Kommissar- und Fotografenmotoräder machen die Sache nicht einfacher. Es scheint mir Millimeterarbeit mit viel Glück zu sein, doch Christoph sitzt seelenruhig am Steuer und lenkt uns zielgenau hinter das Auto des ersten Kommissärs, um unseren Fahrer die Verpflegung zu überreichen.

Der Rundkurs von ca. 40 km Länge muss an diesem Tag vier Mal bewältigt werden. Die Jungs versuchen sich mehrere Male in der Spitzengruppe zu platzieren. Ich würde am liebsten aus dem Auto springen und mir eines der Ersatzräder schnappen, um selbst zu fahren. Beim Blick auf den Schnitt und das Höhenprofil entscheide ich mich aber doch relativ schnell, sitzen zu bleiben.

Nach einer sonst guten Etappe finden sich die WSA Pushbikers am Abend auf dem 3. Platz der Teamwertung!

Wow, was für ein Tag! Nach dem abendlichen Ablauf der Mechaniker, Physios und Betreuer wird noch das ein oder andere Bier geköpft. Der dritte Platz will gefeiert werden. Und ich bin glücklich und grinse über beide Ohren.

So schnell kann`s gehen – Wenn man etwas mit Leidenschaft macht, kann man nur gewinnen! #beapushbiker

 

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PS: Unseren jungen Author seht ihr auf dem rechten Bild ganz oben – mit Cap und Bart. Wie es sich gehört.

Schön, dass wir Dir einen „Traum“ erfüllen konnten, Hannes!

 

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Fotos von: Urs Golling I Mario Stiehl I Andreas Mittag I

 

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Anne

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