1 Monat, 2 Deutsche Meisterschaften, 6 Medaillen und ganz viel Action

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Eines der Jahres-Highlights der Maloja Pushbikers Future Stars: Die Deutschen Bahnmeisterschaften. Denn wie die großen Pushbikers haben auch unsere Nachwuchsfahrer Freude und Ambitionen auf dem Oval. Da wird das ganze Jahr über trainiert, und diesmal war der Erfolg bei den beiden NAchwuchs-Fahrerinnen Hanna und Paulina besonders groß.

Hier erzählen die beiden uns mehr.

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Während sich im Monat Juli die Schule dem Ende zuneigte, standen bei den Maloja Pushbiker Future Stars zwei Deutsche Meisterschaften bevor -beide auf der Bahn.

Zuerst einmal die DM Einzel in Dudenhofen bei Karlsruhe. Dadurch, dass wir schon ein paar Mal davor Lehrgänge dort gemacht hatten, waren wir bestens mit der offenen Bahn vertraut. Dienstag war Anreisetag, am Mittwoch standen die ersten Wettkämpfe an. Als erste Disziplin fuhren wir 2000m Einerverfolgung. Nach Ende meines Laufs hatte ich die zweit beste Zeit. In der Qualifikation fuhr ich die dritt- und Hanna die viert schnellste Zeit von allen U17 Mädels. Und so kam es quasi zum kleinen „Pushbikers-Finale“, in dem wir gegeneinander fuhren. Hanna war diesmal schneller und sicherte sich Bronze!

 

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Am nächsten Morgen starteten wir mit der Mannschaftsverfolgung. Das Team: Hanna, Carolina und ich, mit Linda Riedmann vom RC Concordia Karbach. Den Vorlauf konnten wir mit Bestzeit abschließen, sodass wir im Finale gegen die Mannschaft aus Brandenburg um Gold fuhren. Dort konnten wir mit einem sicheren Vorsprung gewinnen – Hurra, eine Goldmedaille! Noch am gleichen Abend folgte das Madison Rennen über 60 Runden, in dem Hanna und mir als Duo der 2. Platz hinter dem Team aus Württemberg gelang, das die letzte Wertung gewonnen hatte. Ins Bett kamen wir an den Wettkampftagen immer sehr spät – gleich am nächsten Tag hieß der Plan: Qualifikationslauf für das abschließende Punktefahren und dann das Finale im Punktefahren selber. Die Vorläufe über 30 Runden mit drei Wertungen hatten alle Pushbiker Girls, also Hanna, Carolina, Lisa und ich geschafft und somit waren wir alle im „Finale“. Die Zeit zwischen den Vorläufen und dem Finale war sehr knapp. Das hieß, dass wir nach dem Ausfahren vom Vorlauf gleich wieder auf die Rolle mussten, um uns fürs Finale warm zu fahren. Das war durch die ganze Aufregung auch sehr stressig für uns. Im Finale entschied die letzte Wertung darüber, wer Deutsche Meisterin wird. Hanna oder Ich. Hanna setzte sich durch, gewann die letzte Wertung und somit auch den Deutschen Meister Titel. Mir gelang der zweite Platz und somit war es ein Doppelsieg für die Maloja Pushbikers.

Doch nach einer kurzen Woche in der Schule stand schon die DM Omnium in Köln an. Der deutsche Meistertitel wurde hier über zwei Tage und vier Disziplinen ausgetragen. Am Samstag fuhren wir als erstes ein Scratchrennen über 12 Runden. Dort gewinnt die Fahrerin, die am Ende als erste die Ziellinie überfährt – es war Hanna vor mir. Als nächstes dann ein Temporennen. Dort hatten Hanna und ich am Ende beide 3 Punkte, aber da sie im Zieleinlauf vor mir war, gewann sie auch dieses Rennen und ich wurde wieder Zweite. Das letzte Rennen an diesem Tag war das Ausscheidungsfahren. Dort wurde Hanna zehnte und ich fünfte. Das drehte dann auch die Zwischenwertung und so war ich nach dem ersten Tag auf dem ersten Rang in der Gesamtwertung mit 6 Punkten Vorsprung auf Hanna und eine Fahrerin aus Baden, die beide genau gleich viele Punkte hatten.  Das abschließende Punkterennen ging über 40 Runden mit vier Wertungen. Es blieb spannend: Vor der letzen Wertung waren Hanna und ich punktgleich. Das bedeutete, dass der Zieleinlauf bzw. die Schlusswertung über die Deutsche Meisterschaft entscheiden musste. Diese gewann ich um ein paar Zentimeter und wurde Deutsche Meisterin im Omnium. Hanna wurde zweite und somit gelang uns erneut ein Doppelsieg für die Maloja Pushbikers!

Außerhalb der DM konnten Hanna und ich in Köln noch gemeinsam kämpfen: im Madison. Und hier erreichten wir zusammen den zweiten Platz, ein schöner Schlusspunkt nach all den erfolgreichen Wettbewerben.

EURE PAULINA

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Für mich war das Jahr 2018 bislang der absolute Höhepunkt – zumindest was die sportlichen Erfolge angeht!

Zwei deutsche Meistertitel, zwei Silbermedaillen und eine bronzene Medaille! Das hab ich noch nie geschafft. Und: mit den anderen Mädels aus meinem Verein sind und waren wir so erfolgreich wie noch nie! Gefühlt ist das einfach einzigartig.

Schon seit Jahren betreibe ich Radsport mit meiner Schwester Lara und irgendwann war das ein großartiges Thema in unserem Leben geworden.

Wir haben schon viele Sportarten erfolgreich ausprobiert, Sport war auch für meine Eltern immer ganz wichtig und inzwischen weiß ich auch, warum. Sich körperlich zu betätigen ist einfach großartig! Egal ob Kinderturnen, Ballett, Tennis, Klettern oder auch Fussball (das war allerdings nur für meine Schwester was…) – ohne Bewegung war ich immer unausstehlich.

Und wir waren immer in den Bergen unterwegs – im Winter per Ski und im Sommer zu Fuß und per Rad. Dann hatte sich meine Schwester im Alter von 7 Jahren spontan entschieden, dass Radrennen das „Nonplusultra“ sind. So haben wir schon sehr früh mit Radrennen zu tun und sind beim RSV Irschenberg hängengeblieben – nicht zuletzt wegen des tollen Umfeldes.

Mal sehen, was da noch so alles kommt. Ich freu mich jetzt schon auf meinen nächsten Einsatz im Nationaltrikot bei der Coppa Rosa. Da bin ich eine von 5 Mädels aus ganz Deutschland. Ich glaube zwar nicht, dass ich so eine Profikarriere wie Claudia Lichtenberg, mein absolutes Vorbild, hinlegen kann aber man weiß ja nie.

EURE HANNA

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Fotos: Simon Hempe, Michael Deines / Promediafoto

 

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Anne

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