Oberösterreich – wir kommen!

 

Fester Termin der WSA Pushbikers Saison: die Oberösterreich Rundfahrt. Vorbereitung für die Österreich Rundfahrt, Test zum Stand der Dinge. Das Resultat: Sebastian Baldauf gewinnt die Bergwertung, Otto Vergaerde wird Gesamt-Dreizehnter.

Im Vordergrund stehen immer die Fahrer – und ihre Ergebnisse. Das ist das, was hängen bleibt. Aber wie läuft eine solche Rundfahrt ab für ein Continental Team? Und wie werden Erfolge möglich gemacht? Die Pushbikers Otto, Sebastian und Helmut berichten.

 

 

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„On Wednesday morning, I was still spinning my legs at home in Ghent – and then hopped on the train to Brussels airport! Lufthansa takes about one and a half hours to Vienna, and from there I took the train to Linz. I knew the hotel, which is two minutes away from the railway station, from the Bundesliga race in Leonding, so that was nothing new to me. The tour only started on thursday evening, so I had plenty of time to make a late breakfast and some good hours of sleep. I was then picked up by the team and taken to the official team hotel in Linz, where all of us stayed during the Öberösterreich Tour. And then it all kicked of … „

(Otto Vergaerde)

 

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Die erste Etappe der diesjährigen Oberösterreich Rundfahrt war für mich persönlich eine volle Enttäuschung: Beim Bergprolog machte ich taktische Fehler und hatte einfach nicht den besten Tag. Mein Vorhaben, in der Gesamtwertung ganz vorne rein zu fahren, war somit schon vorbei, bevor die Rundfahrt erst richtig losging.

Dann hieß es, sich neu Ziele zu stecken: Und das war eben, das Bergtrikot zu holen! Also setze ich auf der anschließenden Etappe, die mit fünf Bergwertungen gespickt war, alles daran, in die Gruppe zu kommen und um die Bergpunkte zu fahren. Dies klappte anfangs nicht wirklich, da viele Attacken erfolglos waren (egal mit mir oder mit den anderen WSA Pusbikers).  Doch kurz vor der ersten Bergwertung löste sich doch endlich eine 6 Mann-Gruppe- und ich war dabei. Mein erster Gedanke war: „Ja endlich geschafft“, mein zweiter: „Das ständige Attackieren hat echt viel Kraft gekostet, ich bin eigentlich schon ziemlich müde, bevor der Sprint um die Punkte richtig losgeht“. Jedoch hatte ich dieses Mal zum Glück einen guten Tag: ich konnte mich schnell erholen und fühlte mich von Bergwertung zu Bergwertung zu Bergwertung immer besser. Das Ende vom Lied war, dass ich jede Bergewertung an diesem Tag gewann und nach diesem Tag satte 30 Punkte auf meinem Konto hatte (zum Vergleich: der Zweite hatte 16 Punkte).

Während der 3. Etappe gewann ich die erste Wertung um das gepunktete Trikot und hatte somit vor der letzten Etappe 36 Punkte. Die Zweit – und Drittplatzierten holten an diesem Tag keine Punkte, blieben also bei 16 Zählern. Somit hatte ich das Trikot schon vor der letzten Etappe sicher, weil ich 20 Punkte Vorsprung hatte und es auf der 4. Etappe nur noch 18 Punkte zu holen gab.

Das Bergtrikot zu gewinnen bedeutet mir sehr viel, weil ich die Berge einfach mag und es mir Spaß macht, sie mit dem Rad oder auch im Herbst zu Fuß zu erklimmen (was wahrscheinlich auch mit dem zusammenhängt, dass ich im Allgäu wohne und es dort einige davon gibt 😉 ).

(Sebastian Baldauf)

 

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Das „Team im Hintergrund“ bestand bei der Oberösterreichrundfahrt neben Christoph Resl aus Werner Faltheimer (genannt „Falti“), unserem Mechaniker, Markus Wimmer ( genannt „Speedy“), unser Masseur und Koch, und Errol Rothschädl, unser Busfahrer und Mechaniker.

Damit wir uns gänzlich auf den Sport konzentrieren können wird den vier Männern auf einer 4-tägigen Rundfahrt selten langweilig… Die Arbeit von Christoph und Werner beginnt z.B. nicht erst am Tag der ersten Etappe. Bereits Tage zuvor kümmern sie sich um das Material, wie z.B. Aufkleben der Schwalbe Schlauchreifen, Zentrieren der Laufräder, packen unsere Powerbar Rennverpflegung us. usw. , Am Tag der Anreise kommt der jeweilige Sportler lediglich mit seinem Fuji SL und den Thule Taschen zum Treffpunkt.  Dort werden uns sofort die Taschen von Errol aus den Händen gerissen und mit dem Kommentar „Jungs, Kraft sparen, dafür bin ich da“ in den Bus und Camper Carlo verladen. Abfahrt.

Schauen wir uns den 1. Tag der Oberösterreich Rundfahrt einmal genauer an:

15:00 Uhr – Ankunft am Teamhotel in Linz. Christoph springt aus dem Auto, um Zimmerschlüssel zu holen und die Zimmereinteilung vorzunehmen. Die Fahrer kommen derweil ganz gemächlich aus Camper Carlo. Reisegepäck? – Bereits auf dem Zimmer: Errol und Speedy haben sich zwischenzeitlich die großen Thule Taschen auf die jeweiligen Zimmer geschleppt. Im Anschluss kurze Ansage: „Baldi und Helli  Zimmer 263, Otto und Kopfi Zimmer 267 ….. Abfahrt zum Start 18:30 Uhr“! … Werner schraubt bereits kräftig, Laufräder rein, Bremsen kontrollieren, Schaltung einstellen, Sattel wechseln. Es sind ja schließlich schon 15 Minuten seit Ankunft vergangen, gibt er unserem Fotografen Andreas zu verstehen.

18:25 Uhr – Abfahrt zum Start. Alle 6 Wettkampfräder und 6 Ersatzräder sind geputzt, gewartet und durch Werner und Errol rennfertig gemacht. Speedy jongliert die Powerbar-Flaschen. Geschätzte 300 Stück befüllt und mit Pulver versehen (für die gesamte Rundfahrt!). Errol ist schon gar nicht mehr vor Ort, sondern bereits auf dem Weg zum Ziel, um den besten Parkplatz für Carlo zu ergattern. Christoph versammelt seine Fahrer um sich und die die heutige Taktik wird besprochen.

18:55 Uhr – fünf Minuten bis zum Start. Baldauf hat einen Reifenschaden – Werner springt aus dem Auto, links ein Vorderrad, rechts ein Hinterrad und zwischen den Zähnen, sein Werkzeug. 20 Sekunden später meldet er: Defekt behoben, alles kein Problem! Ich behaupte mal, Baldi hat die Arbeiten an seinem Rad gar nicht wahrgenommen…

19:00 Uhr bis 19:30 Uhr – jetzt ist die Zeit der Fahrer. Das Betreuerteam ist bereits seit 9 Stunden im Einsatz.

19:30 Uhr – Ziel. Die Fahrer treffen langsam bei Camper Carlo und Errol ein, fallen in die Stühle. Speedy schiebt jedem einen Eiweißriegel und Eiweißshake zu und beharrt darauf, dass diese verzehrt werden müssen…

19:45 Uhr – Ankommen am Teamhotel. Räder entladen und im Anschluss wieder putzen, zentrieren und für den nächsten Tag vorbereiten. Geschätzter Zeitansatz für 12 Räder – 2 Stunden 30 Minuten. Um 22:30 Uhr ist die Arbeit für die Christoph, Werner und Errol erledigt- Abendessen! Danach noch ein Bier bei Camper Carlo und dann ist es Zeit fürs Bett.  Bis auf Speedy. Er ist mit Massagen für alle Rennfahrer beschäftigt, somit ist sein Tag um Mitternacht noch immmer nicht zu Ende.

06:00 Uhr – Es ist Freitag und täglich grüßt das Murmeltier. Selber Tagesablauf für den Betreuerstab.

 Ein herzliches Dankschön dafür von den Fahrern der WSA Pushbikers an euch!!

(Helmut Trettwer)

 

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Photos: Andreas Jacob

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Anne

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