How to ride a marathon – with your number attached to the handlebars

 

Ab und an gilt es, sich auch einmal abseits der gewohnten Pfade zu bewegen. Und auch renntechnisch Dinge zu tun, die man eigentlich für unmöglich hält. Beispielsweise ein RADMARATHON.

Ein Kurzbericht von Hannes Baumgarten und Christian Grasmann.

 


 

Die Profi- und Amateurszene im Renn- und Radsport, sie beäugen sich mit Argwohn so sehr wie mit schierer Bewunderung wegen der Leistungen der jeweils anderen. Es ist diese 100 prozentige Hingabe für den Sport und die Freiheit, die der Lebensstil mitbringt ist, der die Amateurfahrer an den Profis fasziniert. Auf der anderen Seite ist es die Fähigkeit, Beruf, Familie und Radsport zu vereinen, welche die Profis an den Amateurfahrern fasziniert. Sehr selten nur treffen sie aufeinander.

 

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Vor kurzem gab es so ein Aufeinandertreffen beim Highlander Radmarathon in Hohenems. „Reisen und Speisen“ war das Motto für die über 187 km und 4400 Höhenmeter. Von Hohenems führt die Strecke u.a. Richtung Hochtamberg (1.705 Höhenmeter) und weiter zum Flexenpass am Arlberg, mit 1.810 Höhenmeter die Spitze des Highlanders, ebenso Richtung Faschinajoch (1.513) und Furkajoch (1.760). Mit Rang zwei beim Kriterium am Vorabend hatte Hannes den Soll für das Team bereits erfüllt, man wollte es ruhig angehen lassen, die zahlreichen Labestationen (Kuchenbuffets an der Strecke!) voll auskosten.

 

 

5:05 Uhr, am Morgen. In Camper Carlo riecht es nach Sonnencreme und frischem Kaffee zu einer Uhrzeit, zu der während der Sechstagesaison erst ins Bett gegangen wird. Um 5:45 Uhr rollt Pushbiker Gastfahrer Sebastian mit schwarz/ goldenem Maloja Einteiler und unter 6kg leichtem Fuji Renner mit Christian und Hannes an den Start und gibt dem Trio die nötige Amateur-Ernsthaftigkeit. Marathonfahrer kleckern nicht, wenn es um das ultimative Material und Auftreten geht.

 

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Sobald die Startnummer aber montiert war, warf Christian alle Vorhaben über Bord und ließ von Anfang an nichts anbrennen, besetzte mit über 400 Watt NP in der ersten Stunde gar die Spitzengruppe des 1300 Mann starken Feldes. Das Ende vom Lied? Die beachtlichen Ränge 26, 39 und 40.

Beachtlich aber auch: Das Kürzel DSQ in der Ergebnisliste. Ein Rennfahrer bleibt Rennfahrer, zu 100%, und eben dieser schert sich nicht um eine Mindest(!)zeit von 13 Minuten, die es an der ersten Abfahrt einzuhalten gegeben hätte und wird in der Folge disqualifiziert.

„Radsport. Einfach nur der Sache, der Berge und Sonne wegen – und das ohne Leistungs- und Kommerzgedanke “, so das Resumee im Ziel. Oder im Pushbiker Jargon: „If you do it with passion, you will not lose.“

 

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Weitere Informationen: www.highlander-radmarathon.at/

Fotos: MPB, Sportograf

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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